Demeter Gemüse

Von der Meeresbrise verwöhnt: gesundes Gemüse von Familie Schoof

Fruchtbares Marschland und reine Meeresluft lassen das Nordseeküstengemüse von Familie Schoof bestens gedeihen. Hedwigenkoog liegt in Dithmarschen, dem größten zusammenhängenden Kohlanbaugebiet Europas. Hier, direkt an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste, konzentrieren sich Landwirtschaftsmeister Dirk Schoof und seine Frau Susanne vor allem auf Kohl und Wurzelgemüse.

Ganz bewusst bevorzugen sie die Sorten aus biodynamischer Züchtungsarbeit. Samenfestes Gemüse wie die Möhre Rodelika, der aromatische Weißkohl Dowinda, der bekömmliche Wirsing Winterfürst, der schmackhafte Blumenkohl Neckarperle, die Rote Bete Robuschka, die Petersilienwurzel Halblange und viele weitere Gemüsesorten werden bevorzugt angebaut.

Pluspunkte für samenfeste biodynamische Sorten

Aus gutem Grund, denn wenn die Qualität des Saatgutes stimmt - und das ist bei biodynamischen Sorten garantiert - wächst Gemüse heran, das fruchtbar, bekömmlich und aromatisch ist.

Qualität von Anfang an - die beginnt eben beim kleinsten Samenkorn. Dafür kooperiert Familie Schoof mit der Bingenheimer Saatgut AG und Kultursaat. Alle Sorten werden im Einklang mit der Natur entwickelt: regional angepasst, sorgfältig ausgebaut für den biodynamischen Demeter-Anbau, selektiert auf besten Geschmack und Verträglichkeit. Über viele Jahre bereits sammelt Dirk Schoof Erfahrungen mit den besonderen Herausforderungen dieses biodynamischen Saatgutes.

Die Pflanzen und Früchte der neuen Sorten sind längst nicht so monoton wie die üblichen Hybridgemüse aus Industriehand, aber richtig dankbar für die biodynamischen Maßnahmen. Sie gehen auf Impulse von Rudolf Steiner zurück, der auch Waldorfpädagogik und Anthroposophische Medizin initiiert hat.

Dazu gehört, den Hof als individuellen Organismus mit großer Vielfalt zu gestalten. Konsequenter Weise wird also aus dem Mist der Schoofschen Limousin-Mutterkuhherde Dünger gewonnen. Mit den Düngerpräparaten gespickt, fördert er die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig. Durch die biodynamischen Präparate aus Heilpflanzen und Quarz, die ähnlich wie homöopathische Heilmittel energetisch wirken und fein tröpfelnd über die Kulturen gesprüht werden, reift das Demeter-Nordseeküstengemüse harmonisch aus. Und der kräftige Seewind würzt das Gemüse schon beim Wachsen. Vitalität, die schmeckt.

Einfach genießen: pur, gekocht oder professionell verarbeitet

Das junge Landwirtspaar im Marschland zwischen Hamburg und Sylt hat auch in optimale Lagerbedingungen und passende Logistik investiert. So ist Nordseeküstengemüse das ganze Jahr über in bester Qualität zu haben.

Es überzeugt pur genauso wie gekocht, im Babygläschen, als Saft oder in der Tiefkühlpackung. Kooperationen mit namhaften Demeter-Verarbeitern garantieren für bundesweite Verbreitung. Durch den Naturkostgroßhandel werden Bioläden und Naturkostfachgeschäfte ganz frisch versorgt.

CMS-Hybriden - nein danke

Demeter, mit der biodynamischen Wirtschaftsweise, ist Pionier in Sachen Pflanzenzüchtung. Schon seit über 20 Jahren entwickeln biodynamische Gärtner eigene, samenfeste Gemüsesorten im Einklang mit der Natur.

So sind Züchter im ältesten ökologischen Anbauverband bestrebt, mehr und mehr Unabhängigkeit von der Saatgutindustrie zu erreichen. Dort hat die kleine Gentechnik mit der so genannten Protoplasten-Fusion längst Einzug in die Labore gehalten.

Als einziger Bio-Verband hat Demeter 2008 Richtlinien für Pflanzenzüchtung formuliert. Inzwischen sind die ersten biodynamisch gezüchteten Sorten zertifiziert: 25 Gemüsesorten, angemeldet auf den Verein Kultursaat e. V. in Bingenheim.

Demeter-Erzeuger wie Dirk und Susanne Schoof bauen die neuen Sorten an und bieten das fruchtbare, aromatische und bekömmliche Gemüse dem bewussten Verbraucher zum gesunden Genuss - höchste Nahrungsqualität von Anfang an.

Demeter ist konsequent und wendet sich ab von den üblichen Hybrid-Sorten bei Gemüse. Hybridsorten entstehen bei der Kreuzung zweier Inzuchtlinien. Sie verlieren beim „Nachbau“, der Weiterverwendung ihrer Samen, ihre guten Eigenschaften. Also müssen diese Sorten jedes Jahr neu nachgekauft werden.

Wird Hybrid-Züchtung mit der Zellfusionstechnik kombiniert, so entstehen cms-Hybriden. Dabei werden Arten, die normalerweise nicht kreuzbar sind, durch die Verschmelzung von Zellen und Zellkern (Protoplastenfusion) zusammengeführt. Dafür werden Gifte und Elektroschocks eingesetzt. Molekularbiologen bezeichnen diese Methode als „kleine Gentechnik“.

Kritiker sehen dadurch die Integrität der Pflanzen verletzt. Durch diese patentierte Technik kann etwa Radieschen-Zytoplasma in Blumenkohl gelangen. Pflanzen, die aus Hybriden entstehen, enthalten oft weniger Trockensubstanz, also mehr wässrige Anteile, und häufig auch ein geringeres Aroma.

Sorten mit cytoplasmatischer männlicher Sterilität (CMS-Saatgut) sind bei Demeter bereits seit 2005 für die Verwendung im Anbau ausgeschlossen. Für eine ganzheitliche Ernährung, die Körper, Seele und Geist gleichermaßen aufbaut, sind solche Sorten nicht das Richtige.

Öko-Saatgut, das nach der EU-Bio-Verordnung auf Bio-Höfen eingesetzt werden soll, darf durchaus von Sorten aus konventioneller Züchtung stammen. Es muss nur ein Jahr lang ökologisch angebaut worden sein. Das entspricht lediglich einer Vermehrung. Der ganze Bereich der Züchtung eigener Sorten unter ganzheitlich-ökologischen Gesichtspunkten ist bislang in den europäischen Richtlinien zum Öko-Anbau nicht geregelt.

So bleibt es überzeugten Gärtnern und Landwirten wie Dirk und Susanne Schoof und anderen engagierten Biodynamikern überlassen, hier Pionierarbeit zu leisten und höchste Qualitätsmaßstäbe zu setzen. Gut, dass Naturkostfachhandel, Bio-Verarbeiter und anspruchsvolle Verbraucher diese Leistungen kennen und schätzen.